"Es war nicht nur Glück"
Seit dem Jahr 2000 in Deutschland elf Anschläge vereitelt

Berlin/Wiesbaden. Seit der Jahrtausendwende sind elf Terroranschläge in Deutschland vereitelt worden oder missglückt. "Wir können aus der Vergangenheit schon sehen, der Islamismus ist auch hier präsent. Aber es ist nicht nur Glück, sondern auch ein gutes Zusammenwirken der Sicherheitsbehörden", sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, am Dienstag.

Aktuell gebe es keine konkreten Hinweise auf einen Anschlag. Aber: "Wir sind sehr wachsam." Generell sieht Münch auch in Deutschland eine erhöhte Terrorgefahr: "Wir können festhalten, dass Europa, und damit auch Deutschland, im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus steht. Damit gehen wir hier ein Deutschland von einem erhöhten Anschlagsrisiko aus", erklärte der BKA-Chef.

Unter anderem sei im Jahr 2000 ein Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt geplant gewesen, bei dem die Haupttätergruppe aus Frankfurt am Main kam. 2002 seien das Jüdische Gemeindezentrum in Berlin sowie zwei Lokale in Düsseldorf, ein Jahr später israelische und US-amerikanische Ziele betroffen gewesen. 2004 sei ein Anschlag auf den irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi in Berlin und 2005 ein Selbstmordattentat verhindert worden. In den Jahren 2012 und 2013 seien der Bonner Hauptbahnhof sowie der Vorsitzende der Partei pro NRW im Visier der Terroristen gewesen.
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