Ethikrat für gesetzliche Regelung bei Embryonenspende
Lücken schließen

Berlin. Der Deutsche Ethikrat hat den Gesetzgeber aufgefordert, rechtliche Lücken bei der Spende von Embryonen an kinderlose Paare zu schließen. Die Weitergabe von sogenannten überzähligen Embryonen "zur Austragung durch Dritte" sei unter bestimmten Umständen zwar nicht verboten, aber auch nicht klar geregelt, erklärte das Gremium am Dienstag in Berlin. Daher sollte klar geregelt werden, dass die elterlichen Rechte und Pflichten vom Spenderehepaar aufgehoben werden und an das Empfängerpaar übergehen, erläuterte die Vorsitzende des Ethik- rates, Christiane Woopen. Das heißt, mit dem Zeitpunkt des Embryotransfers sollte dem Empfängerpaar die rechtliche Elternschaft übertragen werden. Für alle Beteiligten sei eine medizinische, rechtliche und psychosoziale Beratung nötig. Die Embryonenspende sollte nach Meinung des Ethikrats in einer zentralen Einrichtung dokumentiert und die Unterlagen 110 Jahre aufbewahrt werden. Hier soll dann jeder ab dem 16. Lebensjahr Auskunft über seine genetische Abstammung erhalten können.

Für eine solche Fortpflanzung werden in der Regel Embryonen außerhalb des Körpers der Frau erzeugt, von der die Eizellen stammen. Umstritten ist, wie viele Embryonen auf diesem Wege erzeugt werden dürfen.
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