EU-Kommissar
Oettinger und die"Schlitzaugen"

Brüssel. Mit abfälligen Äußerungen über Chinesen, Frauen und die Ehe für Homosexuelle hat der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger heftige Entrüstung ausgelöst. In einer nun öffentlich gewordenen Rede vor Unternehmern in Hamburg hatte er unter anderem von "Schlitzaugen" sowie von "Pflicht-Homoehe" gesprochen. Über eine chinesische Regierungsdelegation sagte er: "Keine Frauenquote, keine Frau, folgerichtig." Oettinger erntete wiederholtes Gelächter seiner Zuhörer, wie ein Video mit Redeauszügen zeigt. Einige Unternehmer verließen aber auch den Saal.

Der Lesben- und Schwulenverband forderte eine Entschuldigung. SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sowie der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck stellten seine Eignung als EU-Kommissar in Frage. Oettinger verteidigte sich gegen den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit. Dass er in seiner umstrittenen Rede das Wort "Schlitzauge" verwendet habe, sei nicht anstößig gemeint gewesen. "Das war eine etwas saloppe Äußerung, die in keinster Weise respektlos gegenüber China gemeint war", sagte er.
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