EU-Länder weiter uneins
Glyphosat-Entscheidung liegt nun in Brüssel

Brüssel. Beim Unkrautvernichter Glyphosat sind die EU-Länder weiter gespalten: Bei einer Abstimmung am Freitag in Brüssel kam nicht die nötige Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung zustande. Damit ist jetzt die EU-Kommission am Zug, die Montag beraten will. Die aktuelle Europa-Zulassung des Stoffes läuft Ende Juni aus. Frankreich und Malta stimmten nach Angaben von Diplomaten gegen die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verlängerung um bis zu 18 Monate. In dieser Zeit soll die europäische Chemikalienagentur Echa ihre Bewertung zu möglichen Risiken abgeben. Glyphosat steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Die Bundesregierung ist in der Frage gespalten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Unionsparteien möchten, dass Glyphosat weiter zum Einsatz kommt. Die SPD-Minister lehnen dies ab. Deutschland enthielt sich deshalb.

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