EU weitet Strafmaßnahmen aus - "Abschussprämie"
Kiews Feinde im Visier

Die 28 EU-Staaten wollen wegen der jüngsten Eskalation des Ukrainekonflikts weitere Separatisten und ihre Unterstützer mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegen. Zudem sollen eigentlich im März auslaufende Strafmaßnahmen bis September verlängert werden. Das sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Donnerstag nach Beratungen mit EU-Amtskollegen in Brüssel.

Keine Einigkeit gab es hingegen in der Frage möglicher neuer Wirtschaftssanktionen gegen Russland, dem eine zunehmende Unterstützung der Separatisten in der Ostukraine vorgeworfen wird. Mit diesem Thema werden sich am 12. Februar die Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfeltreffen beschäftigen.

Im Kampf gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine hat die prowestliche Regierung in Kiew unterdessen "Abschussprämien" eingeführt. Einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss zufolge zahlt der Staat den Regierungssoldaten für ein vernichtetes Fahrzeug der Aufständischen umgerechnet 600 Euro. Zerstörte Panzer werden mit 2400 Euro belohnt, und für ein abgeschossenes Kampfflugzeug soll es 6000 Euro geben.
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