EuGH-Richterin
Kopftuchverbot zulässig

Brüssel. Das Tragen des Kopftuches darf muslimischen Frauen am Arbeitsplatz nach Ansicht der Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof verboten werden. Ein Verbot könnte die Frauen zwar religiös diskriminieren, räumte Generalanwältin Juliane Kokott in ihren Schlussanträgen zu einem aktuellen Fall aus Belgien ein. Dies sei aber zu rechtfertigen, wenn das Unternehmen damit eine "Unternehmenspolitik der religiösen und weltanschaulichen Neutralität" durchsetzen wolle, wie es in den Schlussanträgen der deutschen Juristin heißt. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes fordert unterdessen ein gesetzliches Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. Sie stehe einer freien Entfaltung der Persönlichkeit nach Artikel 2 des Grundgesetzes entgegen, erklärte Terre des Femmes.

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