Ex-SPD-Abgeordneter führt Parteifreunde vor
Edathy legt nach

Die Affäre um Sebastian Edathy ist für die SPD noch längst nicht ausgestanden. "Wahrscheinlich ist es sinnvoll, SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann schon früher als geplant als Zeugen im Untersuchungsausschuss zu vernehmen", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, Michael Frieser (CSU), am Freitag.

Edathy muss sich im Februar 2015 wegen Besitzes von kinderpornografischem Material vor Gericht verantworten. Am Donnerstag hatte er im Untersuchungsausschuss des Bundestages ausgesagt, er sei über seinen Parteifreund Michael Hartmann ständig über die Ermittlungen informiert gewesen. Zudem sei der Kreis der Mitwisser um Oppermann größer gewesen als bekannt. Auf seiner Facebook-Seite bezichtigte Edathy den SPD-Abgeordneten Karl Lauterbach der Lüge. Dieser hatte im ZDF gesagt, er habe ihm medizinische Hilfe angeboten. Edathy schrieb: "Ist schlicht gelogen. Und das auch noch völlig ohne Not." Zugleich veröffentlichte Edathy eine SMS, die ihm die SPD-Abgeordnete Eva Högl - heute Vorsitzende des Untersuchungsausschusses - angeblich geschickt hatte. Darin ging es um die Frage, wie 2013 die Teilnehmer der Koalitionsverhandlungen ausgewählt worden waren: "Die ganze Aufstellung erfolgte nach unbekannten Regeln. Wir können es auch Sigmars Chaos oder Anarchie nennen ;-)" (Seite 8)
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