Fahnder beschlagnahmen 20 Kilogramm Pyrotechnik
1400 illegale Feuerwerkskörper im Bettkasten

Bundespolizeifahnder Christian Späth mit einem brandgefährlichen Großböller "Cobra 11", der fast 100 Gramm Sprengpulver enthält. (Bild: Bundespolizeiinspektion Waidhaus)
Waidhaus. In den Supermärkten stapeln sich die Lebkuchen, so manch einer denkt schon an Weihnachten und Silvester. So offenbar auch ein 36-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, den die Grenzfahnder in Waidhaus mit 1400 illegalen Feuerwerkskörpern erwischten. Einer davon war besonders gefährlich.

Enorme Explosionswirkung

Mit seinem Kastenwagen war der Mann in eine gemeinsame Kontrollstelle der Bundespolizeiinspektion Waidhaus, der Polizeiinspektion Fahndung Waidhaus und der Kontrolleinheit Verkehrswege des Waidhauser Zolls geraten. Im Ladebereich seines Fahrzeugs war ein Bett eingebaut. Im dazugehörigen Bettkasten fanden die Fahnder dann die brisante Ladung.

Die 1400 illegalen Böller waren von der Marke "Bomb". Zusätzlich fanden die Fahnder einen außergewöhnlich großen und gefährlichen Böller. "Der Kracher der Marke 'Cobra 11' enthält sage und schreibe 90 Gramm gepresstes Sprengpulver unbekannter Zusammensetzung und entfaltet dadurch eine enorme Explosionswirkung", warnt Christian Späth, Fahndungsbeamter der Bundespolizei.

Finger weg von Feuerwerk aus Tschechien

Eine Versuchsreihe von Spezialisten der Bundespolizei zeigte in der Vergangenheit, wie gefährlich die in Tschechien frei erhältlichen Böller sind. Dabei reichten wenige "La Bomba" (ähnliche Bauart wie die jetzt beschlagnahmten "Bomb") im Kofferraum eines alten VW Polo, um nicht nur den Kofferraumdeckel, sondern nahezu das ganze Heck des Wagens in die Luft zu jagen. Die Bundespolizei warnt in ihrer Pressemitteilung daher eindringlich: Finger weg von Feuerwerk aus Tschechien!

Die Beamten beschlagnahmten die gesamte Pyrotechnik des Nordrhein-Westfalen mit einem Gewicht von 20 Kilogramm und zeigten den Mann wegen Straftaten gegen das Sprengstoffgesetz an.
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