Fahrassistenz-System erkannte Lastwagen nicht
Erster Todesfall mit "Autopilot"

Das Cockpit eines Tesla "Modell S": Der erste tödliche Unfall mit dem automatisierten Fahrsystem ruft die amerikanische Verkehrsaufsicht auf den Plan. Bild: dpa

Washington/Palo Alto. Wie sicher sind autonom fahrende Autos? Der Fahrer eines Tesla-Elektrowagens ist der erste Mensch, der bei einem Unfall in einem vom Computer gesteuerten Auto ums Leben kam. Nach Angaben von Tesla erkannte das Fahrassistenz-System einen Lastwagen-Anhänger nicht, der den Fahrweg kreuzte. Der Lastwagen-Anhänger setzte sich offenbar farblich zu wenig vom hellen Himmel ab. Die amerikanische Verkehrsaufsicht NHTSA prüft jetzt, ob der "Autopilot" bei dem Crash korrekt funktionierte.

Die Autobranche und Entwickler von Roboterwagen-Technologie versprechen, dass selbstfahrende Fahrzeuge den Verkehr viel sicherer machen und die Zahl der Todesfälle drastisch senken. Bisher wurde erst ein Unfall bekannt, der von einem per Computer gesteuerten Auto verursacht wurde. Dabei blieb es bei einem kleinen Blechschaden.

Tesla betonte, das "Autopilot"-System sei eine neue Technologie in der sogenannten Beta-Phase, die standardmäßig abgestellt sei und erst bewusst aktiviert werden müsse. Die Autofahrer würden beim Einsatz des Programms ausdrücklich aufgefordert, die Hände niemals vom Steuer zu nehmen und die Kontrolle und Verantwortung über das Fahrzeug zu behalten.

Laut NHTSA betrifft die vorläufige Untersuchung etwa 25 000 Tesla "Model S" des Modelljahres 2015. Das Unternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk betonte, seine Wagen seien bereits über 130 Millionen Meilen mit eingeschalteter "Autopilot"-Funktion gefahren. Im regulären US-Straßenverkehr gebe es einen Todesfall pro 94 Millionen gefahrene Meilen.
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