Familienministerin "zu weinerlich": Kauder eckt an
Finale um die Frauenquote

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) rechnet mit einer kurzfristigen Einigung der großen Koalition auf das Paket für eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent. "Ich gehe davon aus, dass wir heute Abend eine Übereinkunft darüber schaffen werden", sagte Gabriel am Dienstag in Berlin mit Blick auf ein Treffen der Koalitionsspitze am Abend. Zugleich wollte er mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und in der Runde der Partei- und Fraktionschefs ein Paket zum Bürokratieabbau beraten. Vorwürfe von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU), die für die Quote zuständige Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sei zu "weinerlich", wies der SPD-Chef zurück. Geplant ist eine Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte von über 100 börsennotierten Unternehmen. Alle Selbstverpflichtungen hätten nicht zum Erfolg geführt, sagte Gabriel. CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt betonte, die Bedenken ihrer Partei seien noch nicht ausgeräumt.
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