Familiensynode im Vatikan geht zu Ende
Impulse aus Rom

Kardinal Reinhard Marx. Bild: dpa
(dpa/KNA) Die zweiwöchigen Beratungen der Bischöfe auf ihrer Familiensynode im Vatikan gehen am Wochenende zu Ende. Mit Spannung wird erwartet, wie die rund 200 Kirchenoberen ihre mitunter kontroverse Diskussion über Fragen zu Familie und Sexualität zusammenfassen. Definitive Entscheidungen soll es nicht geben. Dennoch erwartet der deutsche Kardinal Reinhard Marx wichtige Impulse für die weitere Debatte in der katholischen Kirche.

Er spüre eine "gewisse Spannung", sagte Marx, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Münchner Erzbischof ist, am Freitag in Rom. Es seien "ereignisreiche Tage, spannende Tage", die er und die anderen Bischöfe in den vergangenen zwei Wochen erlebt hätten. Nun gehe es bei der Synode "nicht um einen Abschluss", vielmehr müsse die Diskussion in den kommenden Monaten weitergehen. Papst Franziskus habe die Bischöfe nicht eingeladen, um danach Altbekanntes zu wiederholen. "Er erwartet von uns Impulse", so Marx. Die Synode geht am Sonntag mit der Seligsprechung des Papstes Paul VI. (1897-1978) zu Ende. Marx würdigte ihn als "Vollender des Konzils und ersten wirklich modernen Papst". Der Papst, der von 1963 bis 1978 amtierte und am Sonntag in Rom seliggesprochen wird, habe die Kirche in einer schwierigen Zeit des Umbruchs zusammengehalten und Reformen durchgeführt.
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