Fast 70 Prozent für Direktwahl des Bundespräsidenten
Steinmeier als Favorit

Berlin. In acht Monaten wählt die Bundesversammlung ein neues Staatsoberhaupt. Wenn es nach der Mehrheit der Deutschen (fast 70 Prozent) ginge, käme es dazu gar nicht. Denn die meisten wollen den Bundespräsidenten selbst wählen.

Ob ein Mann oder eine Frau das höchste Amt des Staates übernimmt, ist vielen egal. Mehr Macht für das Staatsoberhaupt wollen allerdings nur 30 Prozent. Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa hervor. 39 Prozent der Befragten sagen, sie würden eine Direktwahl "voll und ganz befürworten".

Weitere 30 Prozent würden dies "eher befürworten". 12 Prozent würden eine Direktwahl "eher ablehnen", vier Prozent "ganz und gar ablehnen". Keine Angaben machten 15 Prozent. Auf die Frage, ob Deutschland überhaupt einen Bundespräsidenten braucht, antworteten 58 Prozent mit Ja und 30 Prozent mit Nein. Die meisten Deutschen (52 Prozent) können sich am ehesten Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Nachfolger von Joachim Gauck vorstellen.

Mit deutlichem Abstand folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, 35 Prozent), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU, 33 Prozent) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne, 33 Prozent). Nach dem Verzicht von Gauck auf eine zweite Amtszeit wird der nächste Präsident am 12. Februar 2017 gewählt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.