FAZ
Pressestimmen

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" meint zum Besuch des französischen Premierministers Manuel Valls in Berlin:

Valls sucht seine Berliner Gastgeberin Merkel von der Reformwilligkeit seiner Regierung zu überzeugen und von deren Willen zur Haushaltsdisziplin. Doch weil die Wirklichkeit anders aussieht, sind die Zweifel an dieser Absicht ebenso verständlich wie berechtigt. Da braucht Valls gar nicht mit dem Spruch zu kommen, Frankreich sei ein großes Land, jedweder Zweifel quasi unerhört. Die Bundesregierung kennt die französischen Empfindlichkeiten, sie hat sich mit Mahnungen an die französische Adresse zurückgehalten. Das deutsch-französische Tandem funktioniert nur dann gut und im europäischen Interesse, wenn beide Teile stark sind. Deswegen darf der Abstand zwischen Deutschland und Frankreich nicht immer größer werden.

Stuttgarter Zeitung

Das Blatt schreibt zum selben Thema:

Gute Ansätze gab und gibt es in der französischen Politik auch. So hat Sarkozy als Staatschef das Renteneinstiegsalter von 62 auf 60 Jahre herabgesetzt. Hollande wiederum hat Anfang des Jahres beschlossen, die von Vorschriften- und Abgabendickicht eingeengte französische Wirtschaft um insgesamt 41 Milliarden Euro zu entlasten. Dies zu würdigen, Paris zugleich zu weiteren Schritten zu ermutigen, darum geht es. Beim Besuch des französischen Ministerpräsidenten hat die Bundeskanzlerin am Montag beides getan. Angela Merkel hat dem Gast Rückendeckung gegeben, Frankreichs Reformprogramm gar als "anspruchsvoll und ambitioniert" gelobt. Eile ist geboten. Die Alarmzeichen mehren sich.

Märkische Allgemeine

Die Zeitung aus Potsdam meint zu den Problemen der Bundeswehr mit ihren Hubschraubern:

Wenn es um die tatsächliche Einsatzbereitschaft der Bundeswehr geht, offenbart sich bei Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ein eklatantes Missverhältnis zwischen Anspruchsdenken und realisiertem Handeln. Die jüngste Negativmeldung über die nicht einsatzfähigen Marine-Bordhubschrauber sind nur die Spitze des Eisbergs. Das alles ist nicht ursächliche Schuld der Ministerin. Die entscheidenden Fehler machten ihre Vorgänger, die die Mangelverwaltung virtuos verheimlichten. Aber Ursula von der Leyen muss den Beweis antreten, dass sie konsequent durchgreift.
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