FAZ
Pressestimmen

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kommentiert das Thema Asyl und Einwanderung:

Das Pferd von hinten aufzuzäumen hat eine lange Tradition in den deutschen Debatten über Asyl und Einwanderung. Auch jetzt ist das wieder so, da noch immer nicht abzusehen ist, wie die Kommunen die nach wie vor steigende Zahl der Asylbewerber bewältigen sollen. Um der Situation Herr zu werden, dürfen nicht etwa einfallsreiche Politiker das Wort führen. Vielmehr hat wieder die Stunde der Moralisten geschlagen ... Bundesinnenminister Thomas de Maizière wird deshalb eine Debatte über das Kirchenasyl aufgezwungen, die er nicht führen wollte. Das Kirchenasyl spielt im Flüchtlingsdrama nur eine kleine Nebenrolle. Es lässt sich allerdings sehr schön ins Feld führen, um sich als Humanist in Szene zu setzen und die Bühne doch noch als umjubelter Star zu verlassen.

Nürnberger Zeitung

Das Blatt schreibt zum Niedergang von Pegida:

Pegida kommt nicht mehr auf die Beine. Das abgespaltene Bündnis von Kathrin Oertel ist gefloppt. Und das Original mit Lutz Bachmann biegt weiter nach Rechtsaußen ab. Die Massen, die der Mann noch vor einem Monat mobilisieren konnte, haben sich jedoch nicht in Luft aufgelöst. Und ihre Gründe fürs Mitlaufen auch nicht. Bachmanns blitzartiger Auf- und Abstieg war ein Weckruf. Die etablierten Parteien jedoch, so ist zu befürchten, werden keine Ursachenforschung betreiben. Sondern sich freuen, dass der Spuk vorbei ist - vorerst.

Landeszeitung

Das Blatt aus Lüneburg meint zur Lage in Griechenland

Angesichts dieser Gemengelage wird es heute spannend, wenn der neue griechische Finanzminister Varoufakis in Brüssel seinen Euro-Amtskollegen gegenübersteht. Sicher ist vor allem eines: Es wird um Zeit gehen. Viel Zeit. Und offenbar ist zumindest die EU-Kommission bereit, Athen ein halbes Jahr Frist einzuräumen, um eine Einigung mit den Gläubigern zu erzielen. Tsipras und Varoufakis sollten diese Zeit auch nutzen, um Vertrauen zurückzugewinnen. Dies kann gelingen, wenn sie den Kampf gegen die Korruption im Land tatsächlich beginnen.
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