FAZ
Pressestimmen

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt zur AfD:

Neben dem moralischen hatte das taktische Argument der Gemäßigten stets gelautet, dass rechtspopulistischen Parteien in Deutschland in der Vergangenheit kein Erfolg beschieden war. Behalten sie recht, wird der neuen AfD ein ähnliches Schicksal drohen wie den Republikanern. Täuschen sie sich, wird sich in der Bundesrepublik erstmals in der Nachkriegsgeschichte eine rechtspopulistische Partei dauerhaft etablieren. Petry lehnt solche Überlegungen ab. Sie sieht keinen Rechtsruck in ihrer Partei, auch wenn die Gemäßigten in ihrem Bundesvorstand nur durch wenige, eher blasse Akteure vertreten sind. Petry will als Integrationsfigur gesehen werden, als eine Parteivorsitzende, die weder den Gemäßigten noch den Radikaleren ideologische Vorgaben macht. Auch Lucke hatte einmal so geredet.

Trierischer Volksfreund

Die Zeitung kommentiert zum selben Thema:

Für Lucke bleibt nur noch der Austritt aus der AfD, die er mal gegründet hat und die auch durch seine tatkräftige Mithilfe zum Intriganten-Stadl verkommen ist. Alles andere wäre Kamikaze. Es gibt nichts Verbindendes mehr zwischen ihm und dem neuen Vorstand, weder politisch, noch persönlich. Die Spaltung der AfD wird kommen, und sie ist nach diesem Parteitag nur konsequent.

Offenburger Tageblatt

Die Zeitung schreibt ebenfalls zum Rechtsruck in der AfD:

Prima, die AfD hat jetzt ihr wahres Gesicht gezeigt. Mit der Abwahl von Parteigründer Bernd Lucke als Vorsitzender orientiert sich die selbst ernannte Alternative im deutschen Parteienspektrum Richtung Pegida und der NPD. Die einstige Professorenpartei ist tot. Lucke konnte die nationalistischen Geister, die er rief und mit denen er vor allem in Ostdeutschland erfolgreich Wahlkämpfe bestritt, nicht mehr einfangen. Das wird auch der neuen starken Frau in der Partei nicht gelingen.
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