FAZ
Pressestimmen

Die Zeitung aus Frankfurt kommentiert die Feierstunde im Bundestag:

Es war der härteste, weil ins Schwarze treffende Vorwurf, den Wolf Biermann den Abgeordneten der Linksfraktion während der Feierstunde im Bundestag machen konnte, dass sie nämlich gar nicht Linke seien, sondern Reaktionäre. Sie seien "der elende Rest dessen, was zum Glück überwunden wurde", der Rest der "Drachenbrut" der DDR. Der Disput zwischen Biermann und der Linksfraktion - inklusive des halb ironischen, halb ernsten Scharmützels mit dem Parlamentspräsidenten über das Rede- und Singrecht im Deutschen Bundestag - sagte alles, was über Erinnerung und Gegenwart der friedlichen Revolution von 1989 zu sagen ist.

Schwäbische Zeitung

Das Blatt aus Ravensburg meint zu Biermanns Auftritt:

Wolf Biermann, den man - ohne beleidigend zu sein - getrost Rampensau nennen darf, hält sich im Bundestag nicht an die Regeln. Er redet, wo er singen sollte, er knöpft sich die Linke vor, "die elenden Reste der Drachenbrut". Was für eine kluge Idee, Wolf Biermann in den Bundestag einzuladen! Dass dieser Mann nicht einfach Gitarre spielen wird, dürfte Bundestagspräsident Lammert geahnt haben. Statt der ewig gleichen hochtrabenden Worte zur Deutschen Einheit ein Mann, der unter dem DDR-Regime gelitten hat, der im Westen leben musste, weil sein Staat ihn, den Unbequemen, ausbürgerte. Ein 77-Jähriger, der doch so viel jünger ist als viele Junge.
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