Feuerwehren starten Werbekampagne in ihrer Aktionswoche
Neue Frauen braucht das Land

Für Frauen gibt es bei den Feuerwehren vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Während der Aktionswoche sollen sie besonders für den Dienst am Nächsten begeistert werden. Bild: Götz
Schwandorf. Technik, die anderen Menschen hilft, Ausrüstung, die das Leben der anderen sowie der eigenen Feuerwehrdienstleistenden schützt: Diese passt nicht nur zu Männern, sondern auch zu Frauen. Unter dem Motto "Frauen zur Feuerwehr" beginnt an diesem Wochenende die diesjährige Feuerwehraktionswoche und die damit verbundene Kampagne des Landesfeuerwehrverbandes Bayern. Im Fokus stehen heuer Frauen jeden Alters, die für das Ehrenamt Feuerwehr begeistert und gewonnen werden sollen.

Unter dem Motto "Frauen zur Feuerwehr!" rufen sieben aktive Feuerwehrfrauen dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen und der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr beizutreten. Das Besondere dieser neuen Kampagne ist genau die Tatsache, dass hierzu keine professionellen Fotomodelle zum Einsatz kommen, sondern Feuerwehrfrauen aus Bayern, die in unterschiedlichsten Funktionen Dienst bei einer Freiwilligen Feuerwehr leisten. Dadurch wirkt die Werbung besonders authentisch und glaubhaft.

Bisher 700 aktive Frauen

Derzeit leisten im Landkreis Schwandorf rund 5900 Aktive in 160 Feuerwehren ihren Bürgerdienst. Darunter befinden sich derzeit 700 Feuerwehrfrauen, berichtete Kreisbrandrat Robert Heinfling. "Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel auf dem Land brauchen wir jede helfende Hand", appellierte der Kreisbrandrat.

Die Ereignisse innerhalb des Landkreises würden zeigen, wie wichtig alle Feuerwehren sind. So habe man 2014 insgesamt 3115 Einsätze absolviert. Hier ist eine flächendeckende Notwendigkeit aller Wehren gegeben. Statistisch gesehen habe jede der Landkreisfeuerwehren 19,4 Einsätze bewältigt.

Großübung zum Finale

"Die Feuerwehren mit ihren Einsatzkräften erleben derzeit einen großen Wandel", weiß Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser. Die Feuerwehren vor Ort müssten oft als "Lückenbüßer" herhalten. Gerade im Bereich der technischen Hilfeleistung sieht Schlosser eine gefährliche Entwicklung. Auch die von der Feuerwehr zusätzlich angenommenen Aufgaben werden stetig mehr. Die aktiven Mitglieder müssten während des "normalen" Einsatz- und Übungsdienstes zahlreiche Stunden für die Bevölkerung ehrenamtlich aufwenden. Die Kampagne stellt einen Aufruf an alle Frauen dar, die eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung suchen, bei der auch der gesellige oder gesellschaftliche Teil nicht zu kurz kommt. Denn bei einer Vielzahl von gemeinsamen Veranstaltungen ist die ganze Familie gerne gesehen und dabei.

Eine landkreisweite Auftaktveranstaltung für die Aktionswoche gibt es in diesem Jahr nicht. Vorgesehen ist jedoch eine Großübung zum Abschluss. Sie soll in der Gemeinde Schmidgaden stattfinden.
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