Feuerwerkskörper vom "Asiamarkt" - mittelgroße Gefahr
Fahnder ziehen gefährliche Böller aus dem Verkehr

Das Bild zeigt die von den Fahndern entdeckten Feuerwerkskörper. Sie wurden zur kontrollierten Sprengung an das Landeskriminalamt übergeben. (Bild: Polizeiinspektion Fahndung Waidhaus)

Waidhaus. Mehrere gefährliche Feuerwerkskörper haben Fahnder der Polizeiinspektion Fahndung Waidhaus am Dienstag auf der A 6 aus dem Verkehr gezogen. Einige davon dürfen nur von Pyrotechnikern und nur mit behördlicher Genehmigung abgebrannt werden.

Mittelgroße Gefahr

Die Fahnder hatten die drei Männer in einem VW am Dienstag gegen 14.45 Uhr angehalten. In dem Auto fanden sie 40 Feuerwerkskörper des Typs "La Bomba" und 20 weitere des Typs "Color Salute". Unter einer Jacke befanden sich zwei gefährliche Böller mit dem Namen "Red Wave".

Eines dieser beiden Exemplare hatte laut Polizeibericht einen Durchmesser von zwölf Zentimetern und war aufgrund seiner mittelgroßen Gefährlichkeit in der Kategorie 3 eingestuft. Die Polizei schreibt: "Durch die Sprengkraft und den Schallleistungspegel von rund 140 Dezibel ist ein Abbrennen nur im Freien, in einem Sicherheitsabstand von 15 Metern, nur mit behördlicher Genehmigung und nur mit Sachkenntnisse eines ausgebildeten Pyrotechnikers erlaubt."

Gekauft auf dem "Asiamarkt" in Tschechien

Die Gegenstände hatte einer der Männer, 22 Jahre alt, für etwa 40 Euro auf dem sogenannten „Asiamarkt“ in Tschechien gekauft. Er gab an, nicht zu wissen, dass Feuerwerkskörper ohne BAM-Prüfzeichen in Deutschland grundsätzlich verboten sind.

Die Fahnder wiesen den jungen Mann darauf hin, dass für die besonderen Exemplare zudem ein entsprechender Befähigungsnachweis erforderlich wäre. Außerdem fehlte an den Gegenständen aus China die CE-Kennzeichnung, mit der Industrieerzeugnisse im Europäischen Binnenmarkt gekennzeichnet sind und die Freiverkehrsfähigkeit zum Ausdruck gebracht wird.

Kontrollierte Sprengung durch das Landeskriminalamt

Die pyrotechnischen Gegenstände wurden beschlagnahmt und dem Landeskriminalamt zur kontrollierten Sprengung übergeben. Der 22-Jährige muss sich wegen eines Vergehens nach dem Sprengstoffgesetz verantworten und durfte nach der Vernehmung die Reise mit seinen Freunden fortsetzen.
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