Finanzkrise
Landesweite Streiks in Griechenland

Athen. Aus Protest gegen geplante Rentenkürzungen sind griechische Staatsbedienstete in einen 24-stündigen Streik getreten. Dem Ausstand, zu dem die Gewerkschaft der Staatsbediensteten aufgerufen hatte, schlossen sich am Donnerstag auch die Fluglotsen und die Journalisten an. Wichtigste Auswirkung: Ab Mitternacht ruhte der gesamte Flugverkehr von und nach Griechenland.

Im Land wurden Ministerien, Steuerämter und andere Behörden bestreikt wurden. Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandelten nur Notfälle. Auch viele Lehrer legten die Arbeit nieder, Schulen blieben geschlossen. Im Radio und Fernsehen werde es keine Nachrichten geben, teilte die Gewerkschaft der Journalisten mit. Metro, Busse und Fähren fuhren normal. Um die Mittagszeit gingen nach Polizeischätzungen rund 3000 Menschen im Zentrum Athens auf die Straßen.

Zurzeit verhandelt Athen mit seien Gläubigern über weitere Sparmaßnahmen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro. Allein die Kürzungen der Renten sollen 1,8 Milliarden betragen. Ohne eine Einigung kann Griechenland auf keine weiteren Hilfen hoffen. Insgesamt geht es um bis zu 86 Milliarden Euro. Zwischen dem 13. und dem 20. Juli müssen insgesamt gut 2,7 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank und den Internationalen Währungsfonds gezahlt werden. Zahlt Athen nicht, läuft das Land Gefahr, pleite zu gehen.
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