Flensburger Tageblatt
Pressestimmen

Die Zeitung schreibt zur Entlastung der Familien:

Statt Dutzender Sonderprogramme wäre den Eltern eher geholfen, sie hätten einfach mehr Geld in der Tasche und müssten nicht hier oder dort Sozialleistungen beantragen. Besonders sinnfällig wird das beim Betreuungsgeld, das offenbar nur in wesentlich geringerem Umfang nachgefragt wird als erwartet. Für den Bundesfinanzminister mag das schön sein, aber Eltern wissen in der Regel mit jedem zusätzlichen Euro mehr anzufangen als Sozialbehörden, deren Apparat noch einmal Geld frisst.

Mannheimer Morgen

Die Zeitung merkt zur Kindergelderhöhung an:

Angesichts der hohen Kosten mag man geteilter Meinung sein, ob es nicht sinnvollere Formen zur Familienförderung gibt. Aber darum geht es hier nicht. Fakt ist, dass im Wahlkampf Erwartungen geweckt wurden, die jetzt enttäuscht werden. Vor allem von der Union, Angela Merkel sprach sich mal für eine Anhebung um 35 Euro aus. Die SPD, jetzt für eine Erhöhung um zehn Euro, hätte das Kindergeld lieber umgestaltet. Das ist typisch für die Große Koalition: Man regiert mehr neben- als miteinander, von gemeinsamen, umfassenden Reformen ist keine Rede.

Südwest-Presse

Das Blatt aus Ulm meint zur Verschiebung des Themas Fracking im Bundeskabinett:

Aus dem Versprechen, das Gewinnen von Öl und Gas aus Gestein und Sand in Deutschland wegen unkalkulierbarer Umweltprobleme und dem Risiko der Wasserverschmutzung weitgehend zu verbieten, haben die SPD-Minister Regeln in den Gesetzentwurf geschrieben, die Fracking eher ermöglichen. Wenig hilfreich ist auch, Fracking in Natur- und Wasserschutzgebieten auszuschließen, aber in unmittelbarer Nachbarschaft zuzulassen. Die Bundesregierung sollte sich daher mehr Zeit nehmen, über eine Methode zur Gewinnung von Gas und Öl nachzudenken, die in Deutschland die Versorgung nur für kurze Zeit absichern kann.
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