Flensburger Tageblatt
Pressestimmen

Die Zeitung kommentiert zum Ausgang der Wahlen in Griechenland:

Griechenland steht auch nach der Wahl vor dem Nichts. Eine verlorene Generation junger Menschen ohne Perspektive ist der Verzweiflung nah. Eine wachsende Zahl der Griechen plagt sich mit Existenzsorgen. Niemand weiß, was der nächste Monat bringen wird. Nur wenn Griechenlands Politiker endlich den eigenen Egoismus überwinden und aufhören, sich die Taschen vollzustopfen, statt im Interesse des Landes zu handeln, wird es eine bessere Zukunft geben. Nach der Wahl bietet sich die Möglichkeit dazu.

Pforzheimer Zeitung

Die Tageszeitung merkt an:

Wie in den vergangenen Monaten wird Tsipras eine Politik umsetzen müssen, die er von Herzen ablehnt. Reformen, Sparmaßnahmen, schmerzhafte Einschnitte, die er mit den Geldgebern aus Europa und vom IWF bereits ausgehandelt hat, wird niemand zurücknehmen. Doch zumindest eins hat diese Wahl gezeigt: Jene Ultralinken, die sich von Syriza abgespalten haben, spielen keine Rolle mehr. Die Griechen haben Tsipras' Reformkurs wider Willen bestätigt. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen des Volkes in die Politik, wie die geringe Wahlbeteiligung von rund 60 Prozent zeigt. Zu viele Versprechen wurden gebrochen, zu desaströs ist die Lage des Landes. Tsipras mag strahlen, doch Griechenland steht ein harter Weg bevor - mit ungewissem Ausgang.

Badische Zeitung

Die Zeitung aus Freiburg schreibt zur Wahl in Griechenland:

Die bereits vollzogene Abspaltung des linksextremen Flügels könnte Tsipras aber auf längere Sicht helfen. Er hat nun die Chance, Syriza vom linken Rand des politischen Spektrums in die linke Mitte zu führen. Damit könnte sich Syriza gemäßigte Wählerschichten erschließen und von einer Protest- zur Volkspartei werden. Gerade weil sich Syriza noch im Umbruch befindet, wäre Tsipras nun gut beraten, eine möglichst breit aufgestellte Koalition zu bilden. Das muss schnell gehen. Die neue Regierung hat keine Zeit zu verlieren. In den nächsten Wochen muss Griechenland weitere Reformgesetze verabschieden.

Der Standard

Zum Wahlerfolg von Alexis Tsipras meint die Tageszeitung aus Wien:

Nach einem halben Jahr Achterbahnfahrt mit ihrem linksgerichteten Regierungschef geben die Griechen Alexis Tsipras eine zweite Chance. Was er dieses Mal machen soll? Das Spar- und Reformprogramm, das er mit Griechenlands Gläubigern ausgehandelt hat, wenigstens sozial verträglich umsetzen. Und Korruption, Cliquenwirtschaft und Steuerhinterziehung bekämpfen, wozu sich die Konservativen nie aufraffen konnten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.