Flucht über die Ägäis
Papst Franzikus fordert von europäischen Staaten nachhaltige Lösungen

Athen/Piräus/Rom. Stürmische Winde und aufgewühlte See in der Ägais, Schnee und Eis auf dem Balkan: Trotz des Winterwetters sind weiter Tausende Flüchtlinge und Migranten Richtung Westeuropa unterwegs. Erneut kenterten Schlauchboote und morsche Kähne vor den griechischen Inseln. Die Küstenwache rettete Hunderten Menschen das Leben.

Sie waren zuvor von der Türkei auf die griechischen Inseln gelangt. Befragt von Reportern sagten die meisten Migranten, sie wollten nach West- und Nordeuropa weiterreisen. Beamte der griechischen Küstenwache und der Europäischen Grenzagentur Frontex retteten binnen 24 Stunden mehr als 500 Menschen aus den Fluten. Nach Angaben des UN-Hilfswerks UNHCR kamen seit Jahresbeginn in der Ägäis 39 Menschen ums Leben oder werden vermisst.

Papst Franziskus nahm die europäischen Staaten in die Pflicht und forderte nachhaltige und kreative Lösungen. Bei seiner traditionellen Ansprache vor dem beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatische Corps betonte er am Montag, Europa habe die Mittel und die moralische Pflicht, "einerseits die Rechte der eigenen Bürger zu schützen und andererseits die Betreuung und die Aufnahme der Migranten zu garantieren".
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