Fluchtursachen in Afghanistan bekämpfen

Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan und der stark angewachsene Zuzug von Flüchtlingen aus dem Land waren die dominierenden Themen beim Besuch des afghanische Präsidenten Aschraf Ghani (links) am Mittwoch in Berlin. Ghani wurde unter anderem von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen. Bild: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit mehr Soldaten und wirtschaftlicher Hilfe die Fluchtursachen in Afghanistan bekämpfen. Nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani in Berlin sagte Merkel am Mittwoch, für Flüchtlinge aus Afghanistan gebe nur wenig Chancen auf ein Bleiberecht in Deutschland. Die Bundesrepublik wolle sich noch intensiver für den Aufbau und die Stabilisierung des Landes engagieren. Die junge Generation dürfe dem Land nicht verloren gehen. Die Kanzlerin betonte, wenn Afghanen in ihrer Heimat für die Bundeswehr oder andere deutsche Stellen gearbeitet hätten und in akuter Gefahr seien, komme Deutschland seiner humanitären Verpflichtung nach und helfe.

Auch Ghani mahnte, seine Landsleute bräuchten ein realistisches Bild von Deutschland, "wo die Straßen mitnichten mit Gold gepflastert sind". Die Zahl der Flüchtlinge aus Afghanistan ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Im Oktober wurden bundesweit gut 31 000 Schutzsuchende aus dem Land registriert.
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