Flüchtige Psychiatrie-Patienten - Polizei schließt Gefahr für weitere Straftaten nicht aus ...
Flüchtige sind verurteilte Sexualstraftäter

Christoph Janßen (links) und Karl-Heinz Lippert werden gesucht. (Bilder: Polizeipräsidium Oberpfalz)

Regensburg. (dpa/jak) Von den zwei flüchtigen Psychiatrie-Patienten aus Regensburg fehlt nach wie vor jede Spur. Die Polizei sei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Am Nachmittag kam dann die Bestätigung für das, was seit Tagen als Gerücht kursierte: Bei den beiden Männern handelt es sich um verurteilte Sexualstraftäter.

Die Polizei hatte sich bislang bedeckt darüber gehalten, weshalb die Männer verurteilt worden waren. Am Dienstagnachmittag schrieb das Polizeipräsidium Oberpfalz nun in einer Pressemitteilung: "Eine aktuelle Bewertung führte nun zu dem Ergebnis, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass insbesondere durch den gesuchten Janßen Straftaten begangen werden könnten" (der Mann ist auf dem Bild links zu sehen).

Flucht bei Freigang im Einkaufszentrum

Den Männern im Alter von 40 und 68 Jahren war am Freitag in Regensburg bei einem Freigang die Flucht gelungen. Begleitet von einer Pflegekraft waren sie mit einer weiteren Person aus der Psychiatrie im Einkaufszentrum Arcaden in der Friedenstraße unterwegs. In einem unbeobachteten Moment konnten die beiden Männer entwischen. Den Männern war seit Monaten eine sogenannte Lockerungsstufe zuerkannt worden. Bisherige Ausgänge waren problemlos verlaufen. Jedes Jahr werden den Patienten der Regensburger Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie rund 100 000 Lockerungen gewährt. Nur in 16 Fällen haben die Patienten im vergangenen Jahr gegen die Lockerungsvorschriften verstoßen.

Beschreibung und Namen der beiden Personen

Christoph Janßen (links im Bild), 40 Jahre alt, ca. 175 cm groß, 109 kg schwer, kräftige Figur. Er war bekleidet mit einer dunkelblauen Kapuzenjacke und einem dunkelblauem T-Shirt.
Karl-Heinz Lippert (rechts im Bild), 68 Jahre alt, 170 cm groß, 76 kg schwer, schlank, angeblich zur Zeit mit Oberlippenbart, graue Haare, graue Augen. Bekleidet mit: grauer Jacke, grau/blauer Mütze (Marinelook). Wer die beiden Männer sieht, sollte sich umgehend über die Notruf-Nummer 110 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. Zum aktuellen Stand der Ermittlungen und Umfang der Suchmaßnahmen gibt die Polizei derzeit keine Auskunft.
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