Flüchtlingandrang an Grenzen
Österreich will Brenner sichern

Innsbruck/Rosenheim. Die Polizei in Österreich bereitet sich angesichts eines möglichen Ausweichens von Flüchtlingen auf neue Routen auch auf eine stärkere Sicherung der Grenze am Brenner vor. Seit einigen Tagen liefen intensive Planungen für ein solches Grenzmanagement, sagte Landespolizeidirektor Helmut Tomac am Freitag in Innsbruck. Bei den Plänen spielten die Erfahrungen am österreichisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld eine wichtige Rolle. Dort wurde unter anderem ein fast vier Kilometer langer Zaun errichtet. Die Alpenrepublik ist seit einigen Monaten dabei, ihre Südgrenze wegen der Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten besser zu sichern. Bisher versuchen viele über Spielfeld, den größten Grenzübergang zwischen den EU-Mitgliedern Österreich und Slowenien, einzureisen. Es wird damit gerechnet, dass sie künftig auch den Brenner, eine Verbindung zwischen Österreich und Italien, oder den Karawankentunnel zwischen Österreich und Slowenien nutzen. Der Brenner ist die wichtigste Verbindung zwischen Österreich und Italien. Die Bundespolizei verzeichnet unterdessen in Oberbayern einen leichten Anstieg bei den Flüchtlingszahlen. An den beiden vergangenen Tagen seien in den Einsatzabschnitten Rosenheim und Freilassing (Kreis Berchtesgadener Land) je rund 1900 Migranten registriert worden, teilte ein Sprecher am Freitag mit. "Das ist vielleicht schon ein Anzeichen, dass es wieder mehr werden." Üblich seien zuletzt 1000 bis 2000 Asylsuchende pro Tag gewesen. Zudem hatten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Rosenheim am Mittwoch und Donnerstag insgesamt fünf mutmaßliche Schleuser bei den Grenzkontrollen verhaftet.

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