Flüchtlingsarbeit der Kirche
Dialog und Hilfe

Schöntal. Die katholischen deutschen Bischöfe haben Leitsätze für die kirchliche Flüchtlingsarbeit verabschiedet. Christen setzten sich "mit Entschiedenheit für die Anliegen der Flüchtlinge und Asylsuchenden ein", heißt es in dem Papier. Es wurde am Donnerstag zum Ende der Frühjahrsvollversammlung im baden-württembergischen Schöntal verabschiedet. Die Kirche habe aber zugleich "immer auch das Wohl der gesamten Gesellschaft und insbesondere die Bedürfnisse der benachteiligten Menschen in unserem Land im Blick". Dagegen seien Fremdenfeindlichkeit und Rassismus mit dem christlichen Menschenbild unvereinbar. In dem Papier gehen die Bischöfe ferner auf konkrete Schritte kirchennaher Institutionen ein, etwa den Wohnungsbau, die medizinische und psychotherapeutische Versorgung Asylsuchender sowie die Unterstützung unbegleiteter Minderjähriger und allein geflüchteter Frauen.

Intensivieren wollen die Bischöfe den Dialog mit Muslimen und Juden. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende Kardinal Reinhard Marx wies Kritik der Vorsitzenden der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, zurück. Sie hatte die Position der Kirche als verlogen bezeichnet. Marx kann nach eigenem Bekunden "nicht erkennen", dass die Vorwürfe stimmten.
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