Flüchtlingsdrama
Möglicherweise hunderte tote Migranten im Mittelmeer

Auf einem im Mittelmeer in Seenot geratenen Flüchtlingsboot haben italienische Rettungskräfte am Montag sechs Leichen gefunden. 108 weitere Migranten wurden gerettet. Bild: dpa

Luxemburg/Mogadischu. Bei einer erneuten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer sind möglicherweise hunderte Menschen ums Leben gekommen. "Es ist sicher, dass wir es genau ein Jahr nach der Tragödie in libyschen Gewässern wieder mit einer Tragödie zu tun haben", sagte Italiens Außenminister Paolo Gentiloni am Montag am Rande eines EU-Ministertreffens in Luxemburg. Der somalische Regierungssprecher Abdisalan Aato sagte in der Hauptstadt Mogadischu, auf den verunglückten Booten seien rund 500 Migranten gewesen. "Unseren Informationen zufolge sind viele Somalis in dieser Tragödie ums Leben gekommen." Wo exakt sich die Katastrophe ereignet haben soll und wie viele Boote betroffen waren, blieb allerdings zunächst ebenso unklar wie die genaue Zahl der Opfer. Auch zu den Umständen des Unglücks gab es keine präzisen Angaben. Die verunglückten Menschen waren nach Angaben des italienischen Außenministers in Ägypten aufgebrochen. Zugleich gab es Berichte über ein weiteres Bootsunglück. Auf einem im Mittelmeer unweit der libyschen Küste in Seenot geratenen Flüchtlingsboot fanden italienische Rettungskräfte sechs Leichen. (Seite 2)

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