Flüchtlingspolitik
"Fördern und Fordern"

Emilia Müller. Bild: Hartl

Brüssel. Sozialministerin Emilia Müller hat in Brüssel eindringlich für eine Begrenzung der Zuwanderung nach Deutschland geworben. "Nur dann kann uns die Integration derer gelingen, die auf Dauer bei uns bleiben", sagte Müller auf einer Veranstaltung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW) zu Chancen und Herausforderungen der Migration für den Arbeitsmarkt. Die derzeit niedrigen Zugangszahlen an Flüchtlingen müsse genutzt werden, um Lösungen zu finden.

Bei der Integration bleibeberechtigter Flüchtlinge setzte Müller auf eine schnelle Aufnahme in den Arbeitsmarkt. Auch hier gelte der Grundsatz "Fördern und Fordern". Ohne Fordern gehe es nicht. Der bestmögliche Arbeitsmarktzugang könne zudem nur in enger Kooperation mit Unternehmen, Sozialpartnern und anderen Integrationsakteuren gelingen.

Der VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sieht vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene gute Chancen - und genau bei denen setzten die Programme der Wirtschaft an. Im Mittelpunkt stehe der Spracherwerb, dann die Ausbildung. Zu schaffen sei es aber nur, wenn die Zahl der Flüchtlinge zurückgehe.
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