Flüchtlingstragödie
Boot kentert vor Alexanderia

Einige wenige Überlebende des Unglücks. Bild: epa/dpa

Kairo/Berlin. (dpa/epd) Mindestens 162 Flüchtlinge und andere Migranten sind beim Untergang eines voll besetzten Bootes vor der ägyptischen Küste ums Leben gekommen. Helfer hätten am Freitag Dutzende weitere Leichen geborgen, sagte ein Sprecher der Provinzverwaltung Beheira dem ägyptischen Staatsfernsehen. Viele Schiffbrüchige würden noch vermisst. Die Rettungsaktion im Mittelmeer dauere an. 164 Menschen seien gerettet worden, Das Boot war am Mittwoch nahe der Stadt Alexandria gekentert. Über die Zahl der Passagiere gab es widersprüchliche Angaben. Die staatliche Nachrichtenagentur Mena berichtete von etwa 600. Unterdessen wächst in der Europäischen Union (EU) laut "Süddeutscher Zeitung" die Befürchtung, dass weit mehr Flüchtlinge aus Ägypten nach Europa kommen könnten. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) spricht sich dafür aus, mit Kairo ein Flüchtlingsabkommen ähnlich dem mit der Türkei zu schließen. "Diesen Weg müssen wir einschlagen." Der Schutz der Flüchtlinge und die Bekämpfung des Schlepper müssten dabei im Vordergrund stehen, betont Schulz.

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