Flugzeugabsturz in Ägypten: Spekulationen über Bombe
Airlines meiden Sinai

Internationale Airlines haben als Reaktion auf Spekulationen über einen Anschlag auf das abgestürzte russische Passagierflugzeug Flüge nach Scharm el Scheich gestoppt. Großbritanniens Regierung erklärte, sie halte es für immer wahrscheinlicher, dass Terroristen für den Absturz des Airbus A321 der Airline Kolavia in Ägypten verantwortlich seien.

Nach Angaben russischer und ägyptischer Behörden steht die Ursache des Unglücks mit 224 Toten jedoch noch nicht fest. Die Ermittlungen könnten eventuell Monate dauern, sagte der Chef des russischen Luftfahrtamts, Alexander Neradkono. Am Flughafen des beliebten Bade- ortes drohen laut Reiseanbietern wegen der gestrichenen Flüge chaotische Verhältnisse: Mindestens 9000 Briten saßen am Donnerstag in der Urlaubsregion fest, teilte der Verband Abta mit. Auch 2000 Deutsche befinden sich in der Region.

Neben britischen stellten auch irische und niederländische Ferienflieger sowie zwei Lufthansa-Töchter die Verbindungen nach Scharm el Scheich vorerst ein. Russland hingegen will die Flüge fortsetzen. Derweil berät die Bundesregierung über eine Verschärfung der Reisehinweise. "Zur Stunde ist das noch nicht der Fall, kann sich aber kurzfristig ändern", sagte Innenminister Thomas de Maizière am Donnerstag in Berlin.
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