Förderung für Wohnungsbau
Steueranreize sollen Bau von Mietwohnungen ankurbeln

Berlin. Neue milliardenschwere Steueranreize sollen den Bau bezahlbarer Wohnungen in angespannten Mietmärkten stärker ankurbeln. Dafür können Bauherren Kosten in einer Sonderabschreibung befristet steuerlich geltend machen, wie das Bundeskabinett am Mittwoch beschloss. Laut Entwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verzichten Bund, Länder und Gemeinden damit bis 2020 insgesamt auf Einnahmen von 2,15 Milliarden Euro. Ziel ist, das untere und mittlere Mietpreissegment zu fördern. Dem Gesetz muss der Bundesrat zustimmen.

Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte: "Wir brauchen jetzt mindestens 350 000 neue Wohnungen pro Jahr - nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle, die bezahlbaren Wohnraum benötigen und schon immer hier leben." Die so geförderten Immobilien müssen mindestens zehn Jahre als Wohnungen vermietet werden.

Konkret sollen im ersten und zweiten Jahr jeweils bis zu 10 Prozent der Ausgaben abgeschrieben werden können, im dritten Jahr bis zu 9 Prozent. Die abschreibungsfähigen Kosten werden jedoch auf 2000 Euro je Quadratmeter begrenzt. Anwendbar ist die Regelung nur auf Flächen, die bis zu 3000 Euro je Quadratmeter kosten - das soll eine Förderung hochpreisiger Wohnungen ausschließen. Zeitlich begrenzt ist die Förderung auf Bauten, die von 2016 bis 2018 beginnen.
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