Frankfurter Rundschau
Pressestimmen

Die Zeitung zu Erdogans Politik nach dem IS-Anschlag:

Das blutige Attentat von mutmaßlichen IS-Kämpfern gegen kurdische Aktivisten ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die türkische Syrien-Politik gescheitert ist. Erdogan ließ die Dschihadisten bislang gewähren. Die islamistischen Terroristen konnten nahezu unbehelligt von der Türkei nach Syrien gelangen. Sie sollen sogar Erdöl in der Türkei verkauft haben oder in Krankenhäusern dort behandelt worden sein. Mit dieser Strategie wollte Erdogan den Einfluss Ankaras in der Region stärken und gleichzeitig verhindern, dass die Kurden in Syrien einen quasi autonomen Staat erschaffen wie im Irak. Nachdem die Dschihadisten mit dem Anschlag den Krieg in die Türkei getragen haben, wird Erdogan gegen sie vorgehen müssen, sonst wird er unglaubwürdig.

New York Times

Die Zeitung zur Wiedereröffnung der kubanischen Botschaft in Washington:

Die komplette Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Kuba wird Jahre dauern und mühsam sein. Zu den schwer zu lösenden Problemen gehören unter anderem die Herausgabe von US-Eigentum, das in den 1960er Jahren von der kubanischen Regierung beschlagnahmt wurde sowie das Schicksal des US-Marinestützpunkts Guantánamo Bay, den die kubanische Regierung als illegal besetztes Territorium betrachtet.

Rhein-Zeitung

Das Blatt zur Verteilung der Flüchtlinge in der EU:

Die Innenminister der EU beschworen zwar die Solidarität. Doch die Gemeinschaft, die sich nur allzu gern auf ihre Werte beruft, reagiert nicht wirklich wertvoll. Deutschland und ein paar andere Staaten gehen zwar mit gutem Beispiel und freiwilligen Quoten für die Aufnahme von Flüchtlingen und Kriegsopfern voran. Doch davon ließen sich zunächst nur wenige anstecken. Eine Lösung ist das, was da jetzt an Verteilung geplant ist, nicht. Denn dafür müsste man das komplette Asylrecht dieser Union aufschnüren und neu verhandeln.
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