Frankreich findet neuen Abnehmer für "Mistral"
Ägypten statt Russland

Ägypten kauft die zwei französischen Hubschrauber-Träger vom Typ "Mistral", die eigentlich für Russland bestimmt waren. Bild: dpa
Das lange geplante Geschäft mit Russland war wegen des Ukraine-Konflikts geplatzt. Jetzt verkauft die französische Regierung die beiden "Mistral"-Hubschrauberträger an Ägypten. Frankreichs Präsident François Hollande und sein ägyptischer Amtskollege Abdel Fattah al-Sisi einigten sich auf die Modalitäten des Deals, wie der Élyséepalast am Mittwoch in Paris mitteilte.

Gleichzeitig wurde in Moskau bekannt, dass Ägypten in Russland 50 Kampfhubschrauber Ka-52 "Alligator" (Nato-Bezeichnung: Hokum-B) kauft. Eine Variante dieser Helikopter war für die "Mistral" konzipiert worden. Zum Preis für die beiden Kriegsschiffe gab es in Paris keine Angaben. Das Rüstungsgeschäft mit Moskau war 2011 für 1,2 Milliarden Euro vereinbart worden. Nach dem Stopp des Deals hatten sich Paris und Moskau auf eine Rückzahlung geeinigt. Frankreich erstattete 949,7 Millionen Euro, darunter 56,7 Millionen Euro für Kosten etwa für die Ausbildung des russischen Personals. Paris wollte die Schiffe wegen der Ukrainekrise nicht mehr ausliefern.
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