Frankreich: Polizei vereitelt offenbar Anschlag auf Kirche
Student mit Kalaschnikow

Dreieinhalb Monate nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat die französische Polizei einen mutmaßlichen Terrorangriff auf eine Kirche vereitelt. Das Attentat habe unmittelbar bevorgestanden, sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft sucht nach möglichen Komplizen. Der Mann habe sich mit einer weiteren Person über Anschlagspläne ausgetauscht, sagte für Terrorismus zuständige Staatsanwalt François Molins. Der Gesprächspartner könnte sich in Syrien befinden. Er habe den Studenten aufgefordert, eine Kirche ins Visier zu nehmen. Die Ermittler fanden bei dem 24 Jahre alten Studenten ein umfangreiches Waffenarsenal mit Kalaschnikow-Sturmgewehren, einer Pistole, einem Revolver sowie schusssicheren Westen. Außerdem stießen sie auf detaillierte Notizen über mögliche Ziele.

Die Zahl der Dschihadisten, die sich aus Deutschland auf den Weg nach Syrien oder in den Irak gemacht haben, ist unterdessen auf fast 700 gestiegen. Bislang seien rund 680 Islamisten in Richtung der Kampfgebiete des "Islamischen Staats" ausgereist, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz am Mittwoch in Berlin mit. Ende 2014 waren es rund 550.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.