Frauenquoten in Europa

Bei der Frauenquote gilt Norwegen seit Jahren als Vorbild für andere europäische Länder: Seit 2006 ist eine gesetzliche Quote von 40 Prozent für Aufsichtsräte verpflichtend. Weitere Länder im Überblick:

Belgien: Frauen und Männer müssen zu jeweils mindestens einem Drittel in den höchsten Entscheidungsgremien von Aktiengesellschaften und staatseigenen Unternehmen sitzen. Für börsennotierte Unternehmen gilt eine Frist bis 2019.

Frankreich: Bis 2017 müssen Männer und Frauen mit jeweils mindestens 40 Prozent in den Spitzengremien vertreten sein. Dies gilt für börsennotierte und nicht-börsennotierte Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern und entsprechenden Umsätzen.

Griechenland: Das Gleichstellungsgesetz verlangt eine Quote von einem Drittel für Top-Positionen in Unternehmen, die ganz oder teilweise dem Staat gehören.

Italien: Beide Geschlechter müssen zu mindestens einem Drittel im Unternehmensvorstand und im Aufsichtsrat vertreten sein. Die Quote gilt für börsennotierte und staatseigene Unternehmen und soll in diesem Jahr erfüllt sein.

Niederlande: In größeren Unternehmen müssen beide Geschlechter ausgewogen repräsentiert sein - mit jeweils mindestens 30 Prozent in den Entscheidungsgremien.

Österreich: Aufsichtsräte von Unternehmen, die mindestens zur Hälfte in Staatseigentum sind, sollen bis Ende 2018 eine Frauenquote von 35 Prozent erreichen.

Spanien: An der Spitze staatlicher Unternehmen mit 250 oder mehr Beschäftigten sollen Männer und Frauen zu jeweils mindestens 40 Prozent vertreten sein. Dies gilt nur als Empfehlung. (dpa)
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