Fremdenfeindlichkeit
Zahl der fremdenfeindlichen Delikte verdoppelt

Berlin. Die Zahl der fremdenfeindlicher Gewaltdelikte in Deutschland bleibt hoch. Die Behörden registrierten von Januar bis Mitte September 507 rechte Gewaltdelikte. Das waren nach Darstellung der Grünen-Bundestagsfraktion etwa doppelt so viel wie 2015. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Grünen-Fraktion nennt unter Verweis auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage aus dem vergangenen Jahr eine Vergleichszahl von 247 Gewaltdelikten im Zeitraum von Januar bis Anfang November 2015. Den Ministeriumszahlen zufolge gab es 2015 zudem 67 links motivierte Gewaltdelikte und 47 von Ausländern. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, erklärte, die Zahlen zeigten, wie groß die Bedrohung sei, die von Neonazis ausgehe. "Die rechte Gefahr ist in höchstem Maße virulent. Schon jetzt haben wir mehr Anschläge auf Asylsuchende, Unterkünfte und Unterstützer als im gesamten Jahr 2015." Es müssten endlich größere Anstrengungen unternommen werden, entsprechende Planungen früher zu erkennen.

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