Frist für Atom-Einigung mit dem Iran endet
Vor dem Finale

Kurz vor Ablauf der Frist für eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran am Dienstag steigt die Anspannung. "Wenn es eine Einigung geben kann, dann jetzt", machte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Sonntag Druck. "Wir sind nun in den allerletzten Stunden, den allerletzten Tagen", sagte sie nach ihrer Ankunft in Wien.

Beide Seiten waren sich noch nie so nahe, sagte US-Außenminister John Kerry. Gleichzeitig warnte er: Ein Scheitern sei immer noch möglich. "Ich möchte ganz klar sagen: Wir sind bei mehreren der schwierigsten Themen noch nicht da, wo wir sein müssen", sagte Kerry vor Reportern. "Diese Verhandlungen können in beide Richtungen gehen." Außenminister Frank-Walter Steinmeier und seine Amtskollegen werden ebenfalls zu den Verhandlungen erwartet. Eine Übereinkunft soll sicherstellen, dass der Iran die Kernkraft zivil nutzen kann, ohne in den Besitz einer Atombombe zu kommen. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen des Westens schrittweise aufgehoben werden. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zeigt sich besorgt. Ein Abkommen werde es dem Iran erlauben, in Zukunft "sehr viele Atombomben" zu bauen, warnte Netanjahu am Sonntag in Jerusalem.
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