Fristgerechte Überweisung

Griechenland kämpft gegen die Liquiditätskrise. Immerhin erfüllt Athen seine Kreditverpflichtung gegenüber dem Internationalen Währungsfonds. Fristgemäß, wie IWF-Chefin Lagarde bestätigt.

Im Kampf gegen die Staatspleite können Griechenland und seine Geldgeber kurz durchatmen: Am Donnerstag zahlte Athen fristgemäß rund 450 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurück. "Ja, ich habe mein Geld zurück", bestätigte IWF-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag in Washington. Hätte das Euro-Krisenland seine Schulden nicht bedient, wäre es als bankrott eingestuft worden. Offen ist aber, wie lange das Geld in Athen noch reicht. Ohne rasche Hilfen droht schon bald die Pleite.

Laut Regierungschef Alexis Tsipras verhandelt Griechenland mit Russland über eine Beteiligung an geplanten Privatisierungen. Beide Staaten wollten dazu ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, sagte Tsipras in Moskau. Griechischen Medien zufolge interessieren sich russische Firmen etwa für eine Beteiligung am Hafen von Thessaloniki sowie an der Eisenbahn. Die Führung in Athen bietet Moskau auch an, Gasvorkommen vor der Küste auszubeuten. Privatisierungen gehören zu den Reformen, die die Geldgeber fordern. Tsipras zeigte sich in Moskau auch optimistisch, dass Russland sein Embargo für Lebensmittel aus Griechenland lockern werde.
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