Füracker soll CSU-Bezirksvorsitz übernehmen
Müller zieht sich zurück

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Regenstauf/Amberg/Weiden. (jrh) Er gilt nicht mehr gerade als Geheimtipp. Das zweite Oberpfälzer Mitglied der Staatsregierung wird seit Monaten als Nachfolger der bayerischen Sozialministerin gehandelt. Seit Emilia Müller bei der CSU-Bezirksvorstandssitzung am Samstag in Regenstauf bekannt gab, am 18. Juli nicht mehr zu kandidieren, ist es offiziell: Die Schwandorferin schlägt Finanzstaatssekretär Albert Füracker als Kandidat für den Bezirksvorsitz vor.

„Das ist eine große Herausforderung und eine wichtige Aufgabe“, nimmt der Parsberger die Vorlage an. „Wenn man vorgeschlagen wird und viele bei der Sitzung sagen, das wäre ein gute Sache, freut man sich natürlich.“ Doch der 47-Jährige weiß, Demut kommt vor der Wahl besser an als Übermut: „Die Delegierten entscheiden am 18. Juli“, hält er sich mit Ankündigungen zurück. „Jetzt gilt es weiter gut zu arbeiten und mit Leistung zu überzeugen.“

Er habe Verständnis für Müllers Entscheidung, sich auf ihr Ministeramt konzentrieren zu wollen. Sie habe mit der Asylpolitik eine der kompliziertesten Aufgaben vor der Brust: „Sie arbeitet am Anschlag.“ Obwohl auch sein Pensum im Finanzministerium nicht von schlechten Eltern sei, traue er sich zu, die Position auszufüllen: „Ich fühle mich der Aufgabe gewachsen.“

Was von seiner Seite zu erwarten sei? „Meine Schwerpunkte sind bekannt.“ Unter der Überschrift „die Oberpfalz zusammenführen“, arbeite er bereits jetzt an exponierter Stelle für die ganze Region.

Ob er Verbesserungspotenzial sehe? „Die Oberpfalz hat eine prächtige Entwicklung genommen“, lobt er die Leistungen der Vorsitzenden, „das muss gut weitergeführt werden“. Die Interessenlagen zwischen so verschiedenen Landkreisen wie Tirschenreuth oder Neumarkt seien sehr heterogen.
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