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Sicherheitskonferenz

An der Konferenz nehmen rund 400 Sicherheitspolitiker aus knapp 80 Ländern teil, darunter rund 20 Staats- und Regierungschefs sowie etwa 70 Außen- und Verteidigungsminister. Prominente Teilnehmer sind unter anderem der amerikanische Vizepräsident Joe Biden, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, der russische Außenminister Sergej Lawrow sowie sein amerikanischer Amtskollege John Kerry und der französischer Außenminister Laurent Fabius. Von deutscher Seite nehmen neben Kanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Entwicklungsminister Gerd Müller teil.

Kosten: Laut Bundesregierung beziffert die Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz GmbH die Gesamtkosten für die 51. Münchener Sicherheitskonferenz 2015 auf insgesamt 1,721 Millionen Euro.

Sponsoren: Unterstützt wird die Konferenz unter anderem von der Bundesregierung, der Bundeswehr und dem Freistaat Bayern. Der Bund hat in diesem Jahr im Haushalt 500 000 Euro eingeplant. Im vergangenen Jahr zahlte er 350 000 Euro. Zudem unterstützen eine Reihe von Unternehmen die Konferenz, darunter Linde, BMW, Krauss-Maffei-Wegmann, Airbus, Hypo-Vereinsbank, Bank Vontobel sowie Microsoft. Zudem arbeitet die Sicherheitskonferenz mit einigen Denkfabriken zusammen, etwa der Körber-Stiftung oder Transparency-International.

Polizei: Insgesamt sind von Freitag bis Sonntag 3600 Beamte im Einsatz. Es sind wegen der großen Zahl von Staats- und Regierungschefs mehr als im vergangenen Jahr. Für die Polizisten, die ab Freitag die Umgebung um das Hotel Bayerischer Hof in München bewachen, ist vor allem die Kälte und der eisige Wind eine Belastung.

Bundeswehr: In diesem Jahr sind rund 240 Bundeswehr-Soldaten zur Unterstützung der Konferenz abgestellt, darunter unter anderem Männer und Frauen vom Logistikbataillon in Kümmersbruck (Kreis Amberg-Sulzbach). Die Zahl der Soldaten ist geringer als im Jahr zuvor, als es rund 330 Soldaten waren. Die Männer und Frauen helfen unter anderem bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Delegationsbetreuung und beim Transport der Gäste.

Geschichte: Die Münchener Sicherheitskonferenz (MSC) ist im Jahr 1963 von Ewald von Kleist als Wehrkundetagung gegründet worden. Nach dem Ende des Kalten Krieges entwickelten der Gründer und sein Nachfolger als Vorsitzender, Horst Teltschik, das transatlantische Treffen zu einer internationalen Konferenz. Wolfgang Ischinger übernahm im Jahr 2009 die Leitung. (paa)
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