Gasalarm in der Innenstadt Schwandorf: Leck mittlerweile abgedichtet
Alarm: Gasleitung beschädigt (aktualisiert)

Die Polizei sperrte die Umgebung um das Gasleck weiträumig ab. Bild: Clemens Hösamer

Schwandorf. Gasalarm in der Innenstadt: Vermutlich bei Bauarbeiten an der Fernwärmeversorgung wurde am Donnerstag gegen 16.30 Uhr an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Garrstraße eine Hauptgasleitung beschädigt.

Passanten setzten offenbar aus dem benachbarten Kaufhaus Frey einen Notruf ab, Polizei und Feuerwehr rückten an und sperrten die Umgebung weiträumig ab. Anlieger wurden angewiesen, keine Elektrogeräte zu betreiben, keine Lichtschalter zu betätigen und nicht zu rauchen. Die Feuerwehren aus Schwandorf, Teublitz und Schwarzenfeld und Sanitäter waren im Einsatz. Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz stiegen in die enge Baugrube. Gegen 20 Uhr war das Leck endgültig abgedichtet, konnten die Feuerwehren abziehen. Eine Spezialfirma übernahm noch am Abend die weiteren Arbeiten, um die Gasversorgung wieder sicherzustellen.

Die Polizei, die auch Verstärkung aus Amberg angefordert hatte, musste zunächst Passanten aus dem Bereich zwischen dem Wendelinplatz und Adenauerbrücke lotsen und dann mit teils deutlichen Worten einige Uneinsichtige davon abhalten, den deutlich abgesperrten Gefahrenbereich zu betreten. Bei Arbeiten an einer neuen Fernwärmeleitung wurde plötzlich Gasgeruch festgetellt. Möglicherweise schrammte die Stadt nur knapp an einer Katastrophe vorbei, denn die Fernwärmeleitung sollte mit offener Flamme isoliert werden. Bilder von Clemens Hösamer

Gerfahrenbereich abgeriegelt

Der unmittelbare Gefahrenbereich wurde abgeriegelt, mit Messgeräten die Gaskonzentration in der Umgebung festgestellt. Feuerwehrleute mit Schaumlöschgerät sicherten die Kameraden ab. Mitarbeiter des Gasversorgers schlossen die Schieber rund um das Leck. Eine dieser Verriegelungen machte offenbar Probleme, denn es dauerte rund eine Stunde, bis endgültig kein Gas mehr aus der Leitung drang. Die Feuerwehr verlegte schließlich einen dicken Faltschlauch in die Baugrube, um das dort stehende Gas abzupumpen. Der Geruch war noch in 50 Metern Entfernung deutlich wahrzunehmen. Dem an sich geruchlosen Erdgas ist aus Sicherheitsgründen ein Stoff beigemischt, der Menschen sofort in die Nase steigt. Möglicherweise schrammte die Stadt knapp an einer Katastrophe vorbei. Nach unbestätigten Berichten wollten die Arbeiter an der neuen Fernwärmeleitung gerade damit beginnen, die Isolierung um die Wärmerohre mit einer offenen Flamme zu bearbeiten, als der Gasgeruch auffiel.

Ursache unklar

Ein Polizeibeamter vor Ort erläuterte, dass an einem T-Stück der etwa 63 Millimeter starken Leitung ein etwa handtellergroßes Stück regelrecht abgeschert sei. Wie das passieren konnte, ist noch völlig unklar. Die beteiligten Arbeiter müssen erst vernommen werden.
Rund 70 bis 80 Einsatzkräfte waren vor Ort, bestätigte der Schwandorfer Stadtbrandinspektor Helmut Mösbauer am Abend der Redaktion. Beim Eintreffen der Wehren sei der Gasgeruch deutlich feststellbar gewesen. Die Feuerwehren unterstützten die Polizei bei der Absperrung. Der Einsatz wurde gegen 20 Uhr beendet.
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