Gauck-Nachfolge: Kampfkandidatur wahrscheinlich

Berlin. Bei der Suche nach einem Konsenskandidaten für das Amt des Bundespräsidenten kommen CDU/CSU und SPD nicht voran. Immer lauter werden Spekulationen über eine mögliche Kampfkandidatur und einen SPD-Kandidaten Frank-Walter Steinmeier. Politiker der Linken vermieden einen klaren Contra-Kurs gegen ihn.

Anders als Linksparteichef Bernd Riexinger schloss Fraktionschefin Sahra Wagenknecht am Wochenende nicht aus, Steinmeier im Falle einer Kandidatur zu unterstützen. Sie sagte: "Steinmeier hat in der aktuellen Russland-Politik vernünftige Akzente gesetzt, im Gegensatz zum schwarz-grünen Säbelrasseln." Sie fügte aber hinzu: "Warten wir mal ab, ob und gegen wen er überhaupt antritt."

Unter Berufung auf Partei- und Regierungskreise berichtete die "Bild"-Zeitung, Bundeskanzlerin Angela Merkel sei zu dem Schluss gelangt, dass ein parteiübergreifender Kandidat nicht zu finden sei. Damit laufe die am 12. Februar 2017 fällige Wahl des Nachfolgers von Joachim Gauck auf eine Kampfabstimmung in der Bundesversammlung hinaus.
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