Gazeta Wyborcza
Pressestimmen

Zu mangelnder Einsatzfähigkeit der Bundeswehr schreibt die linksliberale polnische Zeitung:

Wenn man in Warschau die Berichte liest, laufen Schauer über den Rücken. Denn es sind die Einheiten der Bundeswehr, die zusammen mit Einheiten aus Großbritannien und den USA zur Hilfe eilen sollten, falls Russland Polen oder die baltischen Staaten angreift. Solange die Bundeswehr nicht eilen kann, stehen einige Tausend Soldaten weniger zur Verteidigung zur Verfügung. Was denkt der Kreml über diese Informationen? Das ist wohl leicht vorstellbar ... In Deutschland gibt es wichtigere Ausgaben. Autobahnen müssen gebaut und Brücken renoviert werden. Der Krieg in der Ukraine erschreckt die Balten und beunruhigt Polen, aber die Deutschen schlafen vorläufig weiter friedlich. An die Armee wird keiner erinnern. Doch das Thema kommt sicher zurück - wenn sich die Zahl der einsatzfähigen Luftwaffe-Flugzeuge Null nähert.

Nordwest-Zeitung

Die Zeitung aus Oldenburg schreibt zu den Flüchtlingsmisshandlungen:

Natürlich sind die Behörden vor Ort für Menschen verantwortlich. Doch wer ihnen jetzt die Schuld an der Situation zuschiebt, macht es sich zu einfach. Der Umgang mit Flüchtlingen ist eine nationale, mehr noch: eine europäische Aufgabe. Länder und Kommunen damit allein zu lassen, ist schäbig.

Rhein-Zeitung

Das Blatt aus Koblenz merkt zur Flüchtlings-Situation an:

Es muss einen Gipfel geben, der einen Masterplan für die nächsten Jahre erarbeitet. Stattdessen wirken Bund und Länder seltsam planlos angesichts einer der größten, wenn nicht gar der größten Herausforderung der nächsten Jahre. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben Krisen, Kämpfe und Vertreibungen nicht mehr so viele Menschen in die Flucht getrieben wie derzeit.
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