Gegenwind für Obamas Klimapläne
Kurz notiert

Washington. (dpa) Vertreter von Stromkonzernen sowie führende Republikaner haben die Klimaziele von US-Präsident Barack Obama kritisiert. Zahlreiche Bundesstaaten kündigten Widerstand an, republikanische Präsidentschaftsbewerber verwarfen den Plan gar als verfassungswidrig. Auch die Kohleindustrie läuft Sturm. Nach Angaben der "New York Times" müssten Hunderte Kohlekraftwerke schließen, falls die Regeln umgesetzt werden sollten. Es wird erwartet, dass Gegner die Neuerungen gerichtlich bekämpfen werden - bis hin zum Obersten Gerichtshof in Washington, wie einige Kommentatoren am Dienstag mutmaßten. Obama hatte am Montag die bisher schärfsten Maßnahmen zur Bekämpfung des Treibhauseffekts angekündigt. Als Kernpunkt müssen Kraftwerke in den USA erstmals ihren Schadstoffausstoß reduzieren - bis 2030 um 32 Prozent im Vergleich zu 2005.

Ermittlungen gegen ehemaligen Premier

London.(dpa) Die britische Polizei ermittelt nach Informationen der BBC posthum gegen den früheren Premierminister Edward Heath wegen Vorwürfen des Kindesmissbrauchs. Ein Team von Sonderermittlern von Scotland Yard prüfe in Zusammenarbeit mit der Polizei in der Grafschaft Wiltshire entsprechende Vorwürfe. Die Polizei der Kanalinsel Jersey - ein britischer Kronbesitz - bestätigte ebenfalls Ermittlungen. Die Anschuldigungen, die auch gegen weitere prominente Politiker erhoben wurden, reichen bis in die 1970er und 1980er Jahre zurück. Der konservative Heath war von 1970 bis 1974 Premierminister, er starb im Jahr 2005. Die Vorwürfe gegen einflussreiche britische Politiker sind nur ein Teil des Gesamtproblems um Kindesmissbrauch in Großbritannien. Am Pranger stehen auch Geistliche, Showstars und Normalbürger.

Kroaten feiern Sieg über Serben

Zagreb/Belgrad.(dpa) Das jüngste EU-Mitglied Kroatien hat den Sieg über die aufständischen Serben vor 20 Jahren im Bürgerkrieg mit einer Militärparade gefeiert. Soldaten, Folkloregruppen und Formationen in historischen Kostümen aus dem gesamten Land zogen am Dienstagabend in Zagreb an der Ehrentribüne mit Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic und der Regierung vorbei. Zuvor hatte Serbiens Staatspräsident Tomislav Nikolic bei einer Gedenkfeier noch einmal Zagreb die Schuld für 250 000 aus Kroatien vertriebene Landsleute gegeben.
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