Gemischte Bilanz des deutschen Afghanistan-Einsatzes
Erfolge, aber kein Triumph

Nach 13 Jahren Bundeswehreinsatz in Afghanistan und Hilfszahlungen in Milliardenhöhe hat die Bundesregierung eine zwiespältige Zwischenbilanz ihres Engagements am Hindukusch gezogen. Fortschritte sieht sie unter anderem bei der Menschenrechtslage, Pressefreiheit, Demokratisierung, Bildung und Lebensqualität. Die Sicherheitslage wird in dem am Mittwoch vom Kabinett beschlossenen Fortschrittsbericht aber kritisch bewertet.

Die Bundeswehr soll mindestens ein weiteres Jahr in Afghanistan bleiben. Das Kabinett beschloss die Beteiligung von bis zu 850 Soldaten an der Nato-Ausbildungsmission "Resolute Support" (Entschlossene Unterstützung) ab 1. Januar 2015.

Für Aufbau und Entwicklung erhielt das Bürgerkriegsland 2,9 Milliarden Euro deutsche Steuergelder. Kein anderes Land der Welt bekommt so viel deutsche Entwicklungshilfe. Die internationale Hilfe habe dazu beigetragen, dass die Lebenserwartung seit 2001 von 45 auf 60 Jahre gestiegen ist. Während 2001 nur knapp eine Million Kinder zur Schule gingen, sind es heute zwischen acht und neun Millionen.
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