General-Anzeiger
Pressestimmen

Die Zeitung aus Bonn befasst sich mit der Wahl in Hamburg:

Die Union punktet weiter zuverlässig bei Älteren und Rentnern. Aber seit langer Zeit hat sie beim städtischen Publikum den Anschluss verpasst. Dort, wo viele junge, gut ausgebildete Frauen Karriere und Beruf in Einklang bringen wollen, zieht das Betreuungsgeld nicht als Wahlkampfschlager, wohl nicht einmal die Mütterrente. Wo längst Singlehaushalte und unkonventionelle Muster des Zusammenlebens die Normalität sind, verfängt das hohe Lied auf die klassischen Familie nicht mehr.

Handelsblatt

Zu den Konsequenzen der Hamburg-Wahl für SPD-Chef Gabriel meint die Wirtschaftszeitung:

Für Gabriel wird aus dem Wahlsieg von Olaf Scholz eine Bewährungsprobe als Parteichef und als Vertreter eines wirtschaftsfreundlichen Kurses der Sozialdemokratie. Gabriel selbst hat in all diesen Fragen einen klaren Kompass. Er setzt alles daran zu beweisen, dass Sozialdemokraten mit Geld umgehen können. Dass sie für eine leistungswillige Mitte attraktiv sind und nicht länger allein als Sozialamt der Nation wahrgenommen werden. Die Frage ist, ob er seine Überzeugungen durchsetzen kann, ohne seine Macht zu gefährden.

Frankfurter Allgemeine

Die Zeitung schreibt zur Lage der CDU nach der Hamburg-Wahl:

Im Bundeskanzlerhaus, pardon!, im Konrad-Adenauer-Amt wird man es verschmerzen, dass die CDU etwa im ... Schanzenviertel sogar von den Piraten überholt wurde und nur ein paar Stimmen mehr bekam als die satirische "PARTEI": Die Hansestadt war längst abgeschrieben. Man kann sich damit trösten, dass das Wahlergebnis an der Stadt und an den Personen liegt und alles schnell auch wieder anders aussehen kann. Denn so lange ist es ja noch nicht her, dass eine Schill-Partei aus dem Stand auf fast zwanzig Prozent der Stimmen kam und der Union ... an die Macht half.
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