Gerhard Schindler nimmt den Hut
BND-Chef muss gehen

Gerhard Schindler steht seit 2012 an der Spitze des Bundesnachrichtendienstes (BND). Bild: dpa

Berlin. Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, soll nach Medieninformationen vom Dienstagabend abgelöst werden. Sein Nachfolger an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes werde der Verwaltungsbeamte Bruno Kahl (53), ein Vertrauter von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Das berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR unter Berufung auf Berliner Regierungskreise. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hat kurzfristig für heute zu einem Hintergrundgespräch eingeladen. Es werde erwartet, dass bei dieser Gelegenheit der Wechsel verkündet werde, heißt es in den Medienberichten.

Die Veränderung an der BND-Spitze kommt überraschend. Schindler war im vergangenen Jahr unter Druck geraten, nachdem bekanntgeworden war, dass der BND in seiner Abhörstation in Bad Aibling Suchbegriffe des US-Geheimdienstes NSA eingesetzt hatte, mit denen auch europäische Verbündete ausspioniert worden waren. Der heute 63-Jährige steht seit 2012 an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes, der gut 6500 Mitarbeiter hat.
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