Gericht in Pakistan schickt Taliban ins Gefängnis
Haft für Malala-Attentäter

Zweieinhalb Jahre nach dem Taliban-Attentat auf die Kinderrechtaktivistin Malala Yousafzai hat ein pakistanisches Gericht zehn Beschuldigte zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Angeklagten hätten gestanden, den Angriff im Auftrag des Chefs der pakistanischen Taliban (TTP), Fazlullah, ausgeführt zu haben, hieß es am Donnerstag aus Kreisen der Staatsanwaltschaft. Das Anti-Terror-Gericht in Swat habe die Männer der "Verschwörung", Yousafzai töten zu wollen, für schuldig befunden. Eine Verurteilung zu lebenlanger Haft bedeutet in Pakistan 25 Jahre Gefängnis. Im Oktober 2012 hatte die damals 15-Jährige das Attentat im Swat-Tal schwer verletzt überlebt. Der Anschlag auf ihr Leben löste weltweit Entsetzen aus. Ihre Arbeit erfuhr anschließend international große Unterstützung. Yousafzai war vergangenes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen worden. Sie engagierte sich bereits vor dem Attentat für das Recht auf Bildung und für Mädchenschulen. Seit dem Anschlag lebt sie in Birmingham in Großbritannien. Die TTP hat sie für den Fall ihrer Rückkehr in ihre Heimat mit dem Tode bedroht.
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