Gerüchte aus der Welt geschaffen: Getöteter Fußgänger war beim Unfall doch bekleidet
Neue Erkenntnisse nach Obduktion

Dieses Fahrzeug erfasste den Senior und verletzte ihn tödlich. Bild: G. Franz

Kümmersbruck. Die Polizei hat neue Erkenntnisse im Fall des bei einem tragischen Unfall getöteten 74-Jährigen bekanntgegeben. Nach dem Unfall hatte es Vermutungen gegeben, der Mann wäre unbekleidet unterwegs gewesen. Denn seine Leiche war nach dem Unfall nackt auf der Straße gefunden worden. Die Obduktion hat nun Klarheit geschaffen.

Der Unfall hatte sich wie berichtet am Freitag (5. Dezember) um kurz vor 18 Uhr auf der Vilstalstraße bei Theuern ereignet. Ein 20-Jähriger aus dem Vilstal hatte den 74-Jährigen frontal mit seinem Audi erfasst. Der Rentner wurde über das Auto geschleudert und zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu. Unter anderem wurden Gliedmaßen abgetrennt. Er dürfte sofort gestorben sein. Seine Leiche war nach dem Unfall vollständig unbekleidet, daher bestand der Verdacht auf eine Verzweiflungstat.

"Zweifelsfrei und eindeutig"

Nach der Obduktion der Leiche am Montagnachmittag in der Rechtsmedizin in Erlangen steht nun laut Polizei "zweifelsfrei und eindeutig fest, dass der 74-Jährige vor dem Zusammenstoß mit dem Audi A 3 vollständig mit Hose, Pullover, Schuhen und Jacke bekleidet war".

Enorme Kräfte und Schleuderbewegungen

Dies ginge aus der Übereinstimmung der festgestellten Verletzungen und der Beschädigungen und Spuren an der Kleidung hervor. Der Gutachter, der sowohl an der Unfallstelle als auch bei der Obduktion anwesend war, erklärte diese Umstände mit den enormen Kräften, die durch den Aufprall, das Auftreffen des Körpers am Fahrzeug und die Schleuderbewegungen entstehen.

Unklar werde nach Angaben der Polizei weiterhin bleiben, weshalb der Rentner seinen Pkw im Einmündungsbereich des Parkplatzes abgestellt hatte und warum er zu Fuß auf der Vilstalstraße unterwegs war.
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