Gewalttätige Auseinandersetzungen bei Trump-Auftritten
Fäuste fliegen

Chicago/Kansas City. In den USA eskalieren die Proteste gegen den republikanischen Spitzenreiter Donald Trump. Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern am Freitag in Chicago wurde Trump am Wochenende bei Auftritten Dutzende Male von Demonstranten unterbrochen. Vor einem Veranstaltungsort in Missouri kam es zu vereinzelten Zusammenstößen zwischen Protestierenden und der Polizei, die Tränengas einsetzte. Insgesamt wurden Dutzende Menschen festgenommen.

Trump sprach von "organisierten Attacken" der Demonstranten. Er bezeichnete sie als "Müll" und drohte, dass er ab jetzt Störer bei seinen Kundgebungen verklagen werde. Seine innerparteilichen Rivalen gaben ihm derweil eine Mitschuld an der Eskalation: Er habe selber durch seine extreme spalterische Rhetorik das Klima angeheizt, sagten die Senatoren Ted Cruz, Marco Rubio und Ohios Gouverneur Kasich.

Cruz verglich Trump sogar mit einem Diktator in der Dritten Welt, Kasich warf dem Multimilliardär vor, eine "giftige Atmosphäre" geschaffen zu haben.

Am Freitag hatten sich in Chicago vor einer geplanten Kundgebung Trumps so viele Demonstranten im und vor dem Veranstaltungsgebäude versammelt, dass Trump die Veranstaltung absagte. Danach kam es zu Handgemengen und Prügeleien zwischen Anhängern und Protestierenden. Am Dienstag steht eine wichtige Runde von Vorwahlen in den Staaten Florida, Ohio, Illinois, Missouri und North Carolina an.
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